Unsere U11 trat vom 27.12. und 28.12.18 als Titelverteidiger beim Kids Cup in Mannheim an. Bei diesem sehr stark besetzten Turnier, kam man am ersten Turniertag gegen die Passau Blackhawks etwas schwerer ins Spiel, die Pflichtaufgabe erfüllte man dennoch mit einem 4:2 Sieg.

Im zweiten Spiel traf man auf den Außenseiter ACBB Paris und wurde der Favoritenrolle mit einem 12:0 Sieg gerecht. Im dritten Spiel der Gruppe wurde gegen den Gastgeber, Mad Dogs Mannheim, ein souveräner Sieg mit 11:2 eingefahren und im letzten Gruppenspiel bezwang man zudem die Hannover Scorpions mit 8:4. Somit setzte man sehr früh das Zeichen, den Titel verteidigen zu wollen, um Geschichte beim Kids Cup zu schreiben, kein Team konnte bisher den Titel verteidigen.

Am zweiten Turniertag ging es nun mit den Playoff Spielen weiter und der Halbfinalgegner unserer U11 wurde zuvor im Viertelfinalspiel zwischen den Mad Dogs Mannheim und den Heilbronner Falken ermittelt, wo sich Heilbronn mit 7:3 durchsetzen konnte  und somit im Halbfinale unserer hungrigen Löwenbande gegenüber stand. Der Start unserer U11 in den zweiten Turniertag war souveräner, als noch am Tag zuvor. Auch von einem frühen Rückstand gegen die Falken ließ man sich nicht beeindrucken und gewann am Ende souverän mit 5:1. Somit machte man einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung.

Es sollte so kommen, dass das Finale lauten sollten: Löwen Frankfurt gegen die Jungadler Mannheim. Bis zum Spielbeginn des Finales merkte man die Vorfreude auf dieses Derby nicht nur der Löwen Mannschaft an, auch unter den Zuschauern und den Eltern wurden die historischen Vergleiche der einzig wahren Derbys zwischen den Löwen und den Adlern der Profis herangezogen und man wurde ein wenig in die emotionalen Zeiten der DEL zurück versetzt. Es war dem Headcoach Stano Fatyka klar, dass mit den Jungadlern ein mächtig schwerer Brocken im letzten Schritt zum Titel wartete, da diese Mannschaft vor kurzem noch den DEL Bambini Cup gewann und die kompletten Reihen aus dem Leistungsnachwuchs Zentrum der Jungadler bestand, die bereits in der Tschechischen Liga Erfahrungen gesammelt haben.

Dieses Nachwuchs-Derby stand dem großen Derby nichts nach. Leidenschaft, Kampf und Emotionen waren auf dem Eis von beiden Mannschaften geboten. Die Tribüne war auf den letzten Platz gefüllt, das Zuschauerinteresse war enorm groß, was sich beide Teams verdient hatten. Bei Mannheim erkannte man den leichten spielerischen Vorteil von Beginn an. Man überraschte diese erfahrene Truppe mit einem abgefälschten Schuss von unserer Nummer 10 zur 1:0 Führung. Die Stimmung auf den Rängen war überragend und die Löwen Fans/Eltern machten ein Heimspiel in der (kleinen) SAP Arena daraus. Mit einem schnellen Spielzug, in dem ein Mannheimer Spieler am langen Pfosten alleine gelassen wurde, erzielten die Mannheimer den Ausgleich und setzten recht kurzfristig mit einem Weitschuss das zweite Tor hinter her, da zeigte sich die spielerische Erfahrenheit der Mannheimer.

Löwen geben niemals auf, sie kämpften und zeigten welche Stärke eine geschlossene Mannschaftsleistung haben kann. Löwenherz und Löwenstärke wurde den Zuschauern geboten, ein Löwe war für den anderen Löwen da und so kämpfte man sich zum Ausgleich, Torschütze unsere 91, Niko Fatyka. Durchatmen! Jetzt gab es Eishockey, es ging hin und her, die Löwen zeigten Charakter aber auch, dass sie ebenfalls läuferisch mithalten konnten und setzten immer wieder gefährliche Konter, so war das Finalspiel sehr ausgeglichen und auf Augenhöhe. 14 Minuten vor dem Ende erzielte unsere 21, Lennox Feitscher, mit einem Weitschuss das GWG und die Halle tobte. 14 Minuten bis zum Spielende können gefühlte 30 Minuten sein, eine lange Zeit, um in der Defensive alles abzurufen. So warf Mannheim alles nach vorne, spielte in den letzten Minuten nur noch mit der ersten und zweiten Reihe, aber unsere Löwen hielt als Mannschaft dagegen und mit der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen.

„Meine Jungs haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert und haben am zweiten Tag noch das Leistungspensum erhöhen können", war Stano Fatyka mit seinem Team sehr zufrieden. „Das Finale war ein Traumspiel mit einem sehr hohen Tempo von beiden Seiten, wir haben Charakter und Herz gezeigt, mit einer starken Torhüterleistung von Niklas", so der Headcoach weiter. Respekt zollte Stano Fatyka dem kompletten Team und hob die Leistungen der Verteidiger Gustav Euler und Max Antmann hervor, als auch der Stürmer Alexander am Ende, Niko Fatyka und Daniel Schneider, ohne dadurch die komplette Mannschaftsleistung schmälern zu wollen, alle haben zu dem überragenden Titelgewinn beigetragen.

Ein tolles Nachwuchs-Derby mit kämpferischen Leistungen von beiden Mannschaften, „Wenn ein Team solch eine Mannschaftsleistung zeigt, ist der Turniersieg der richtige Lohn für diese harte Arbeit", so Stano Fatyka. Die U11 hat erneut zeigen können, dass sie mit den großen Teams in Deutschland mithalten kann. Man holte am Ende nicht nur den Siegerpokal, man stellte auch den besten Torhüter des Turniers.

Ein sensationeller Jahresabschluss.