Mit sage und schreibe 16:1, dem höchsten Sieg in der gesamten Liga, und 8:1 gewann unsere U17 ihre letzten beiden Saisonspiele beim ESV 03 Chemnitz und konnte damit – punktgleich mit dem Drittplatzierten Kassel – den zu Beginn der Saison wohl nur von kühnsten Optimisten für möglich gehaltenen vierten Platz in der Abschlusstabelle belegen. Für einen Aufsteiger mit zahlenmäßig dünner Kaderdecke ein fantastisches Ergebnis oder – wie weiland Roman Weidenfeller brillant zum Ausdruck brachte: „We have a grandios Saison gespielt.“ Trainer Jan Barta und die sportliche Leitung des Vereins können mit dieser Ausbeute mehr als zufrieden sein. Die Eltern sind es allemal.

Vorab muss allerdings sehr nachdenklich die ruppige, überharte und unsportliche Spielweise der Sachsen benannt werden. Selbst die Schiedsrichter der Partie am Samstag waren entsetzt von der Bösartigkeit der Gastgeber, in dem es eigentlich um nichts mehr ging. 79 Strafminuten sammelten sie am Samstag bei einer 16:1 Packung an, was unerklärlich bleibt. Schade, denn im letzten Jahr bei den Aufstiegsspielen, die unsere Löwen schon damals klar für sich entscheiden konnten, präsentierten sich die Crashers, wie sie auch genannt werden, als sportlich faire Verlierer. Am grünen Tisch sind sie dann trotz fehlender sportlicher Qualifikation doch noch aufgestiegen und haben sich als Mannschaft mit den meisten Strafminuten diese Saison nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Die gerechte Strafe war die disziplinierte und sportliche Antwort der Löwen. Das 16:1 am Samstag ließ sogar noch einmal Hoffnung auf Platz 3 aufkommen, wobei das des Guten letztlich doch zu viel gewesen wäre. Kassel sorgte ohnehin dafür, dass bei ihnen nichts mehr anbrennt. Am Sonntag dann ein 8:1 Erfolg der Löwen in der sächsischen Metropole. Munteres Auslaufen, so könnte man es wohl nennen.

Wie in fast jedem Jahr, solange der DEB nicht die Altersklassen einfriert, bedeutet dieses Spiel auch den Abschied eines Jahrgangs in die nächsthöhere Altersklasse, in dem Fall von Jahrgang 2003 in die U20. Den betroffenen Spielern wünschen wir alles Gute für die kommende Saison. Wunderbar, dass die U20 der Löwen so frühzeitig den Klassenerhalt geschafft hat. Auf zu neuen Zielen 2020/21.

Den Spielern des Jahrgangs 2004, die noch ein Jahr U17 spielen, sowie natürlich den 2005ern, die jetzt neu dazustoßen, wünschen wir eine ähnlich erfolgreiche Saison wie in diesem Jahr. Die Latte liegt einigermaßen hoch, aber ihr habt das Zeug dafür, das zu schaffen.

Hier noch die Statistik der beiden Spiele vom Wochenende kombiniert:

Tore: Jonathan Lorei (5), Eric Motisan, Florian Fichtner und Bogdan Pushkar (je 4), Alex Wagner (3), Marcel Zangl, Jannik Kaus, Nikolas Junnila und Niklas Schweitzer (je 1)

Strafminuten: ESV 03 Chemnitz 95 (!), Löwen Frankfurt 28