Am Wochenende stand die magere Ausbeute von nur einem der sechs möglichen Punkte auf der Habenseite der Löwen. Es hätten auch alle sechs sein können, aber so ist Eishockey. Die Gäste aus Bremerhaven gewannen am Samstag glücklich mit 5:4 und am Sonntag mit 4:3 nach Verlängerung. Zwei Begegnungen auf Augenhöhe gegen gute Gegner aus dem hohen Norden.

Die Spiele fanden wetterbedingt entgegen der ursprünglichen Planung in der Großen Halle statt und verliefen erstaunlich ähnlich. Fischtown erwischte an beiden Tagen den besseren Start und zog am Samstag zu Beginn des zweiten Drittels auf 0:2 davon. Eine Umstellung in der zweiten Sturmreihe der Löwen sorgte dann für viel Belebung auf dem Eis. Jonathan Lorei wurde von Florian Fichtner bedient und schlenzte den Puck in der 32. Minute zum 1:2 Anschlusstreffer ins Netz. Jonathan bedankte sich anschließend bei Florian, der knapp drei Minuten später den Ausgleich mit einem noch ganz leicht abgefälschten Flachschuss herstellte.

Die erste Reihe reagierte auf ihre Weise: Sebestyan Csata erzielte einen herrlichen Treffer nach Zuspiel von Max Weber und Jonas Hochmüller zur erstmaligen Führung der Löwen kurz vor Ende des Mitteldrittels. 3:2 der Zwischenstand zur zweiten Pause. Dem Ausgleich der Nordlichter in der 49. Minute ließ Neuzugang Nicolas Elgas aus Luxemburg per Direktabnahme die neuerliche Führung der Löwen folgen. Jonathan Lorei bediente ihn dabei mustergültig. Doch dann postwendend der erneute Ausgleich – das war nicht gut für’s Gemüt. Und kurz vor dem Ende erzielte Bremerhaven zu allem Überfluss in der 59. Minute den Führungstreffer und gab das Spiel dann nicht mehr aus der Hand. Eine unglückliche Niederlage in einem Spiel auf Augenhöhe.

Sonntag dann nahezu eine Kopie des Samstagspiels. Wieder gingen die Gäste – unterstützt von einigen elterlichen Schlachtenbummlern – zunächst mit 0:2 in Führung. Doch der willens- und laufstarke Jonas Hochmüller nahm ein Zuspiel von David Kindereit und Sebestyan Csata auf und erzielte noch vor der ersten Drittelpause den Anschlusstreffer. David Kindereit und Niklas Raugust legten dann für Sebestyan Csata auf, der den verdienten Ausgleich zum 2:2 erzielte und sich so für seinen unermüdlichen Einsatz belohnte.

Zwischen Minute 30 und 40 dann eine dominante Phase unserer Jungs, in der sie das Spiel hätten entscheiden können – im Grunde entscheiden müssen. Zunächst trifft Jonas Hochmüller nach Zuspiel von Florian Fichtner und Joshua Römer noch zur ersehnten 3:2 Führung. Doch dann wurden einige wunderbar herausgespielte Torchancen nicht genutzt – vier an der Zahl – mit denen der Sack hätte zugemacht werden können (müssen!). In dieser Phase hatte Bremerhaven wenig entgegenzusetzen. Doch es kam, wie es kommen musste. Nach einem – aus Sicht vieler Beobachter – harten aber fairen Open Ice Hit, der als Ellbogencheck geahndet wurde, gab es eine Zwei-Minuten-Strafe gegen die Löwen. Das Powerplay nutzte der REV Bremerhaven zum Ausgleich. In der regulären Spielzeit fielen dann keine weiteren Tore. 3:3. Verlängerung

Die dauerte dummerweise allerdings nur 11 Sekunden und schwupps – war die Scheibe im Netz der Löwen und Bremerhaven sicherte sich den Zusatzpunkt. Es war auch am Sonntag ein ordentliches Spiel auf Augenhöhe. Goalie Jan Hak machte seine Sache genauso gut wie am Tag zuvor Marius Block.

Immerhin einen wertvollen Punkt konnten die U20-Löwen unter Trainer Jan Barta mit diesen beiden unglücklichen Niederlagen also ergattern. Wer weiß, wie wichtig dieser noch werden kann am Ende der Saison. Und wir freuen uns schon heute auf spannende Begegnungen im Januar in Bremerhaven.