Unsere Löwen konnten nach dem Überraschungscoup gegen Wolfsburg letzten Sonntag auch an diesem Wochenende gegen den EV Duisburg drei Punkte einfahren, die nach den Erfahrungen der Vorjahre und der ersten Saisonspiele in der U20 Division III Nord nicht fest einzuplanen waren. Der etwas zu hoch ausgefallenen Niederlage mit 2:5 am Samstag – witterungsbedingt in der Großen Halle – folgte ein überzeugender 6:3 Sieg auf der Außenfläche am Sonntag.

Leider präsentierte sich die Außenfläche aufgrund der hohen Temperaturen in schlechtem Zustand, weswegen der Umzug in die Große Halle nach einigen Diskussionen am Samstag alternativlos war. Das professionelle Ambiente schien unsere Jungs allerdings mächtig zu pushen, wobei sich die Herren auf dem Eis auf beiden Seiten erst einmal ein paar Strafzeiten gönnten. Duisburg übertrieb es kurz vor Ende des ersten Drittels ein wenig und fand sich plötzlich mit zwei Akteuren gleichzeitig dort wieder. Das nutzte Jonathan Lorei humorlos mit einem sauberen Strahl 13 Sekunden vor dem Ende nach Zuspiel der Gebrüder Niclas und Jannik Kaus zum 1:0 aus.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts staubte Kristaps Pilinskis mit seinem ersten Pflichtspieltreffer zum 2:0 ab. Der Puck wurde sofort beschlagnahmt und wird im Souvenirschrank sicher einen netten Platz erhalten. Leider war es das aber auch an diesem Tag mit den Löwen, denn dann übernahmen die Gäste aus dem Rheinland das Kommando und kamen noch im zweiten Drittel zum Ausgleich. Irgendwie lief es dann gar nicht mehr rund, es gab im letzten Drittel zu viele Unkonzentriertheiten der Löwen und Duisburg brachte das Spiel verdient mit 5:2 nach Hause.

Sonntag dann planmäßiger Spielbeginn um 10:00 Uhr. Planmäßiger. Das Eis war wieder in keinem guten Zustand, da es über Nacht kaum kühler wurde im Rhein-Main-Gebiet, aber es war bespielbar. Leider gab es zusätzlich einen technischen Defekt an der Anzeige, die aus irgendeinem Grunde die Strafzeiten der Gäste in Discomanier verarbeitete. Nach mehrmaligen Neustart wurde dann mit der guten alten Zettelmethode gearbeitet, weil Duisburg sich nicht bereiterklärte, auf Strafzeiten gänzlich zu verzichten. Zwinkersmiley! Hoffentlich kann die Anzeige schnell repariert werden, denn die nächsten Spiele stehen bald an.

Als es dann endlich losgehen sollte, entdeckten die Schiedsrichter zu allem Überfluss noch unkorrekt befestigte Bandenelemente, was die Sicherheit der Spieler hätte gefährden können. So präsentierte sich die Sportstadt Frankfurt den Gästen und dem eigenen Verein am Sonntag leider nicht von ihrer Schokoladenseite. Allerdings störte das die Löwen auf dem Eis überhaupt nicht. Sie legten nach der knapp 30-minütigen Verzögerung los wie die berühmte Feuerwehr und konnten das erste Drittel mit 1:0 durch einen frühen Treffer von Jannik Kaus auf Zuspiel von Jonathan Lorei und Nikolas Junnila für sich entscheiden.

Wie positiv es sich auf die eigene Mannschaft und als Signal an den Gegner auswirken kann, wenn man sich auf die eigenen Stärke konzentriert, sah man dann nach dem 1:1 Ausgleich, als Joshua Römer einen Zuckerpass aus dem eigenen Drittel bis hinter die Mittelinie spielte. Nikolas Junnila lief in den Pass, stürmte mit der Scheibe unwiderstehlich nach vorne, spielte den Torhüter aus – 2:1 für die Löwen. Diesem Traumtor in der 27. Spielminute folgte die einzig richtig umstrittene Entscheidung der ansonsten an beiden Tagen souverän agierenden Schiedsrichter: Fünf Minuten plus Spieldauer gegen die Löwen nach einem harmlosen Foul, bei dem sich der Duisburger Gegenspieler unglücklich verletzt zu haben schien. Der Heilungsprozess verlief nach Aussprache der viel zu harten Strafe dann glücklicherweise recht schnell. Zwinkersmiley!

Man musste befürchten, dass das Spiel durch die lange Unterzahl hätte kippen können. Allerdings leisteten sich die Rheinländer ihrerseits kurz danach eine kleine Strafe. Das nutzte bei gleicher Spielerstärke Alex Wagner aus, der auf Zuspiel von Joshua Römer und Felix Seiz sauber zum 3:1 einschob. Immer noch vier gegen vier Feldspieler nur wenige Sekunden später verarbeitete Florian Fichtner einen klasse Pass von Nikolas Junnila und vorherigem Zuspiel von Marcel Zangl mit einem schönen Schlenzer über die Fanghand des Duisburger Goalies zum 4:1. Mit seinem zweiten Tor an diesem Wochenende krönte Kristaps Pilinskis seine aufsteigende Form nach Vorlagen von Marcel Zangl und Felix Seiz. Jetzt sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen, doch im Eishockey fallen nicht nur auf der einen Seite schnelle Tore, sondern auch auf der anderen Seite. Duisburg kam noch im Mitteldrittel auf 5:3 heran – alles wieder offen. Pause.

Dann vermasselten es sich die Gäste durch ein paar unnötige Strafen selbst. Die aufopferungsvoll kämpfenden Löwen krönten ihre gute Leistung mit dem 6:3 Endstand durch einen Fernschuss von Niclas Kaus nach Pass von Nikolas Junnila und Jonathan Lorei in doppelter Überzahl. Außer ein paar weitere Strafzeiten brachte Duisburg danach nichts mehr auf die Anzeigetafel – wobei die Strafzeiten ja an diesem Tag gar nicht angezeigt werden konnten. Zwinkersmiley!

Am nächsten Wochenende kommt der HSV an den Main zu zwei Heimspielen der Löwen. Hoffentlich geht die gute Entwicklung der Mannschaft von Horka Sekesi dann mit zwei guten Spielen weiter.