Während die U17 der Löwen an diesem Wochenende zweimal ohne Gegentor blieb und die Lokalrivalen aus Bad Nauheim mit hohen Niederlagen nach Hause schickte, machte sich die U20 das Leben selbst schwer und verlor mit 4:6 zuhause und 2:4 auswärts bei den Roten Teufeln. Mit etwas mehr Disziplin wäre deutlich mehr drin gewesen. Ein nüchterner Blick auf die Tabelle führt unweigerlich zur Erkenntnis, dass unsere Jungs in dieser Saison noch viel Arbeit vor sich haben dürften, um bei drei absteigenden Teams die Klasse zu halten.

Am Samstag begann es vielversprechend, als Jonathan Lorei nach klasse Vorarbeit von Jannik Kaus zum 1:0 Mitte des ersten Drittel abschloss. Den Ausgleich der Roten Teufel kurz nach Beginn des zweiten Drittels konterte erneut Jonathan Lorei mit einem Fernschuss auf Vorlage von Nikolas Junnila und Jonas Muthig. Dann ein Foul eines Löwen, Beinstellen, das allerdings zu einem ungebremsten Einschlag des Nauheimer Förderlizenzspielers aus Troisdorf über mehrere Meter in die Bande führte, der sich dabei verletzte. Weil so etwas genau nicht passieren soll und darf, war die ausgesprochene Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer berechtigt. Wir wünschen dem Spieler auch von dieser Stelle noch einmal gute Besserung. Bad Nauheim nutzte die Überzahl zum Ausgleich und ging kurz danach in Führung, die allerdings von Jannik Kaus auf Zuspiel von Jonas Muthig und Florian Fichtner noch vor der Drittelpause zum 3:3 ausgeglichen wurde. Pause.

In der 47. Minute dann erneut eine Große Strafe gegen die Löwen, die allerdings Folge einer cleveren Schauspieleinlage des Gefoulten war. Es war ein Foul, Kniecheck, gar keine Frage, aber wenn der „Verletzte“ bereits im nächsten Wechsel wieder vergnüglich lächelnd über das Eis fegt, ist die Spieldauerstrafe erschlichen. Diese Art von Unsportlichkeit hat sich in letzter Zeit leider in unseren geliebten Eishockeysport eingeschlichen. Das wird dem fantastischen Sport nicht gerecht. Wir sind ja nicht beim Fußball.

Die Nauheimer spielten die Überzahl dann wieder sehr gut und gingen mit 4:3 in Führung. Praktisch im Gegenzug und noch in Unterzahl glich Jonathan Lorei mit seinem dritten Treffer wieder aus. Es gab Hoffnung, die aber durch die erneute Führung der Wetterauer in der 55. Minute zunichte gemacht wurde. Kurz vor Schluss, in die offensive Drangphase der Löwen hinein, machte Bad Nauheim dann die Entscheidung perfekt zum 4:6 Endstand. Ein knapper aber letztlich auch nicht unverdienter Sieg der Gäste.

 

Sonntag das Rückspiel in Bad Nauheim dann mit zwei Reihen, da es zusätzlich zu den gesperrten Spielern wie am Vortag schon einige verletzungs- bzw. krankheitsbedingte Ausfälle gab. Dieses Mal gab es aber überhaupt keinen Grund, sich beim Gegner oder dem Schiedsrichter über irgendetwas zu beklagen – die 2:4 Niederlage hatten sich die Löwen ganz allein selbst zuzuschreiben, weil sie ein paar sinnlose Zwei-Minuten-Strafen kassierten und sich selbst dadurch unnötig schwächten. Auf der Strafbank wird man Derbys nicht gewinnen und auch die Klasse nicht halten. Das muss besser werden.

Erneut konnte Jonathan Lorei, der als Verteidiger aufgeboten werden musste, in der 7. Minute die frühe Führung der Gastgeber auf Pass von Niklas Schweitzer und Florian Fichtner ausgleichen. Bad Nauheim zeigte sich aber unerschüttert und ging seinerseits noch Mitte des ersten Drittels wieder in Führung. Pause. Im zweiten Drittel dann – eijeijei – eine wirklich dämliche Strafzeit für die Löwen, die zu einer doppelten Unterzahl führte. Prompt hieß es 3:1 für die Roten Teufel, die das clever und routiniert ausspielten. Als dann noch das 4:1 in der 51. Minute fiel, schien der Drops gelutscht.

Der glückliche Anschlusstreffer zum 2:4 aus Sicht der Löwen von Fabian Leci auf Zuspiel von Niklas Schweitzer in der 54. Minute konnte noch einmal eine Schlussoffensive einläuten, die aber zu keinem zählbaren Ergebnis mehr führte, obwohl nun die Löwen ihrerseits wegen zweier Zeitstrafen gegen Bad Nauheim wegen Spielverzögerung noch einmal anderthalb Minuten 5 gegen 3 spielen konnten. Aber auch die Punkte für die zweite Partie blieben dieses Wochenende in der Wetterau.

Am kommenden Wochenende ist spielfrei, Zeit für Besinnung, um dann am 6. November im nächsten Heimspiel das andere Hessenderby zuhause gegen Kassel zu spielen. Ein paar Punkte könnten die Jungs um Trainer Horka Sekesi aus dieser Partie dann gut gebrauchen, auch wenn das dem Papier nach womöglich eine noch schwierigere Aufgabe als gegen Bad Nauheim werden wird.