In erstaunlicher Frühform präsentierte sich die U20 bei ihren letzten beiden Testspielen vor Beginn der neuen Saison in der DNL Div. III Nord in Mannheim beim gastgebenden ERC. Unter ihrem neuen Coach Dominik Hülskopf und unter Einbindung von drei U17-Talenten gewannen die Jungs Samstag mit 3:1 und Sonntag hochverdient sogar mit 7:0.

Um ein „schönes“ Problem vorwegzunehmen: Die Löwen verfügen in dieser Saison über vier starke Goalies. Rückkehrer Luis-Luca Böttner gesellt sich zu Sandro Metzen, Oliver Reichert und Tim Schweitzer. Alle haben in den Vorbereitungspartien starke Leistungen gezeigt. Es wird für den neuen Trainer nicht einfach werden, jeweils die richtige Aufstellung im Tor zu finden.

Die Verteidigung ist zahlenmäßig leider nicht so stark besetzt diese Saison. Mit Dilanas Demencius, Aaron Kästle, Felix Seiz, Niklas Schweitzer und Marcel Zangl stehen etatmäßig nur fünf Verteidiger auf dem Eis, was bedeutet, dass sich da besser keiner verletzen sollte (was natürlich für alle Jungs gilt) und die U20 hoffentlich immer wieder mal aus der U17 verstärkt werden kann. Bewundernswert ist die Art und Wiese, wie die gesamte Abwehr gegen Mannheim in der Lage war, die Scheibe vom Tor fernzuhalten und das „Umschaltspiel“ anzutreiben – früher hätte man vermutlich einen „Konter“ oder „Tempogegenstoß“ eingeleitet.

Vom Sturm sollten wir dieses Jahr einiges erwarten dürfen. Jeweils drei komplette, ausgeglichen besetzte Reihen vorne sollten in der Lage sein, das eine oder andere Törchen zu schießen. Unser frisch gewonnener Förderlizenzspieler Leif Bach aus Troisdorf spielt zusammen mit Nicolas Elgas, Alexander Eremenko, Florian Fichtner, Nikolas Junnila, Jannik Kaus, Jonathan Lorei, Jonas Muthig, Eric Motisan und Alex Wagner. Alle haben schon ihre Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt und waren auch am Wochenende hungrig.

Beeindruckend ist, dass man bereits nach so kurzer Zeit die Handschrift des neuen Trainers erkennt. Im Gegensatz zur letzten Saison präsentiert sich das Aufbau- und Passspiel deutlich verbessert. Auch im Überzahlspiel sind wieder Strukturen vorhanden, die letzte Saison nicht sichtbar waren. Insgesamt wusste die Mannschaft in Mannheim mit schnellem, körperbetontem Spiel zu überzeugen. Unsere Löwen waren immer einen Schritt schneller, bissiger und hungriger als die Gegner. Der Autor kann sich in 15 Jahren gar nicht erinnern, jemals mit einer Löwen-Mannschaft eines seiner drei Jungs in Mannheim in der Vorbereitung gewonnen zu haben. Mannheim ist in der parallelen DNL Div. III Süd unterwegs ist, also auf gleichem Liganiveau.

Es besteht somit aller Grund, sich auf die neue Saison zu freuen, in der wir einen guten Platz im Mittelfeld erreichen können. Wir werden dabei immer auch an Niclas Kaus denken, der sicher von „oben“ zuschauen und die Daumen drücken wird.