Hut ab. Beim Tabellenzweiten der DNL Div III Nord, dem EHC Young Dragons Erfurt, konnten die Mannen von Trainer Henry Wellhausen überzeugen. Zwar reichte es „nur“ zu vier von sechs möglichen Punkten in den beiden Spielen am Wochenende, aber auch Samstag wäre ein Sieg nach der regulären Spielzeit aufgrund des Spielverlaufs und ein bis zwei sehr fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen verdient gewesen. Dem 2:3 nach Penaltyschießen folgte am Sonntag ein souveräner 7:5 Erfolg. Das Ergebnis erscheint dabei knapper, als das Spiel tatsächlich war.

Erfolgreicher Einstand unseres Neuzugangs Mikhail Flerov. Mit drei Toren und drei Vorlagen am Wochenende leistete er einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Verlauf des ersten Ausflugs nach Thüringen in dieser Saison. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung – das wird eine teure Runde...! Überhaupt waren die Löwen sehr bissig und unangenehm, haben früh attackiert und den Gegner nie richtig ins Spiel kommen lassen. Es hat sich dabei „komisch“ angefühlt, dass unsere Jungs nicht auch am Samstag die Partie für sich entscheiden konnten.

Einen erheblichen Anteil daran hatten die Schiedsrichter, die der Verfasser fast immer in Schutz nimmt, die in einem absolut fairen Spiel in zwei Situationen aber schlicht daneben lagen. Dem 2:1 der Young Dragons ging ein Frankfurter Foulspiel voraus. Durch dieses Foul rauschte ein Erfurter Spieler unverschuldet und ungebremst in Luis-Luca Böttner hinein, den Frankfurter Goalie. Der brach sich in dieser Aktion das Wadenbein, wie sich später herausstellte, und blieb verletzt auf dem Eis liegen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel während der angezeigten Strafe aber nicht und ließ weiterlaufen, so dass einige Sekunden später nach einer Passstafette ein Erfurter von der blauen Linie ins verwaiste (!) Frankfurter Tor traf. Das hat mit Sport einfach nichts zu tun – dabei kein Vorwurf an Erfurt, die natürlich weitergespielt haben. Tim Schweitzer ersetzte den bis dahin gut aufgelegten Luis und zeigte ebenfalls eine gute Leistung. Gute Besserung, lieber Luis!

In einer anderen Szene verletzte sich Niklas Schweitzer nach einem Bandencheck am Kopf und musste ebenfalls ins Krankenhaus zur Untersuchung. Nach einer als „geringer“ einzustufenden Aktion hatte im Spiel gegen Bad Nauheim zuletzt einer unseren Spieler eine Matchstrafe erhalten. Hier wurden zwei Strafminuten verhängt, das war es. Immerhin konnten die Löwen sich in die Verlängerung schießen und unterlagen dann später erst nach Penaltyschießen. Niklas konnte zum Glück auch am Sonntag bereits wieder mitspielen.

Dass es Sonntag letztlich nur 7:5 für die Löwen ausging, bleibt wiederum ein sportliches Rätsel. Völlig unnötig machten sich die Löwen das Leben schwer, obwohl man das Spiel komplett im Griff zu haben schien. Aber auch, als es ergebnistechnisch eng wurde, hatte man als „Fernsehzuschauer“ (danke an Erfurt für den erstklassigen Livestream auf YouTube, wirklich super!) am Bildschirm das Gefühl, dass eigentlich nichts mehr anbrennen kann. Zu deutlich war die optische und emotionale Dominanz der Löwen. Das Team ist mittlerweile eine verschworene Einheit geworden.

An den kommenden beiden Wochenenden folgen nun insgesamt drei weitere Spiele gegen Erfurt, nächsten Samstag und Sonntag jeweils zuhause am Bornheimer Hang.

Statistik der beiden Spiele:

Tore: Mikhail Flerov (3), Jonathan Lorei (2), Nicolas Elgas, Jannik Kaus, Eric Motisan und Niklas Schweitzer (je 1)

Strafminuten: EHC Young Dragons Erfurt 18, Löwen Frankfurt 10 (davon keine am Samstag!)