Endlich. Der „nordische“ Knoten wurde gelöst. Am Samstag noch nicht – da unterlagen die Löwen den Gästen aus Hamburg verdient mit 3:8 Toren vor heimischer Kulisse am Bornheimer Hang. Doch am Sonntag schafften die Mannen um Trainer Henry Wellhausen einen genauso verdienten 4:2 Sieg gegen das einzige Team der DNL Div. III Nord, gegen das sie bisher noch nicht gewinnen konnten: Die Crocodiles im Farmsener Turnverein (FTV). Es ist erklärtes Ziel der Löwen, Heimrecht für die erste Runde in den Playoffs zu erhalten, also mindestens Platz 4 noch zu erreichen, der aktuell nur zwei Punkte bei noch sieben ausstehenden Spielen der regulären Saison entfernt ist. Platz 5 ist praktisch fix bei einem Abstand von 20 Punkten und mehr zu den hinter den Löwen platzierten Mannschaften aus Bremerhaven, Essen und Bad Nauheim am Tabellenende.

Am Samstag prasselte der Regen auf das Zeltdach der Außenfläche und offenbar auch in das Getriebe der U20 hinein. Zwar gelang Nicolas Elgas nach früher Führung der Crocodiles der schnelle Ausgleich auf Zuspiel von Felix Seiz und Leif Bach. Aber dann gab es am Ende des ersten Drittels zweieinhalb Minuten zum Vergessen und es stand 1:4 aus Sicht der Löwen. Torhüterwechsel von Tim Schweitzer, an dem es gewiss nicht lag, zu Sandro Metzen – was man halt so macht in so einer Lage, um ein Zeichen zu setzen. Für kurze Momente keimte noch einmal Hoffnung auf, als Nikolas Junnila eine Vorarbeit von Jonas Muthig und Eric Motisan zum 2:4 Anschlusstreffer in der 27. Minute verwandelte. Aber es nutzte alles nichts. Mit dem 2:5 Mitte des zweiten Spieldrittels war das Flämmchen erloschen. Im letzten Drittel nur Schadensbegrenzung und immerhin der Treffer von Nicolas Elgas zum zwischenzeitlichen 3:7 auf Zuspiel von Florian Fichtner und Eric Motisan. Am Ende hieß es 3:8 für die Crocodiles und Niederlage Nr. 4 in der laufenden Saison gegen diesen Gegner (Tabellenzweiter in der Liga).

Sonntag ein komplett anderes Bild – außer nach einer Spielminute, da stand es nämlich schon wieder 0:1 für die Crocodiles. Tim Schweitzer im Kasten und die zahlreichen Zuschauer rollten mit den Augen nach diesem Déjà-vu. Im großen Unterschied zum Samstag spürte man aber, dass die Mannschaft es unbedingt will. Sie war ekelig, lästig und ging noch im gegnerischen Drittel sofort drauf, wie man so schön sagt. Verdienter Lohn war der Ausgleichstreffer von Nikolas Junnila auf Zuspiel von Florian Fichtner und Jonas Muthig in der 18. Spielminute zum 1:1. Das Tornetz hatte noch gar nicht wieder zur Ruhe gefunden, da stocherte nur 18 Sekunden später Jannik Kaus den Puck aus dem Getümmel heraus zum 2:1 in die Maschen. Alexander Eremenko und Leif Bach erhielten Assists zugesprochen. Es gab Diskussionen ob der Anerkennung des Tores, aber die jederzeit souverän agierenden Schiedsrichter blieben bei ihrer Entscheidung. Mit 2:1 ging es in die erste Pause.

13 Sekunden danach fiel das 3:1 durch Jonas Muthig, schön in Szene gesetzt von Nikolas Junnila sowie Aaron Kästle. Nach dem Anschlusstreffer der Crocodiles in der 27. Spielminute war es ein Eishockey-Krimi, wie er im Buche steht. Praktisch über die Hälfte der Spielzeit gelang zwar längst nicht alles, aber es wurde alles hineingeworfen, um endlich auch gegen diesen Gegner zu punkten. Dass am Ende drei Punkte standen, wurde von Nikolas Junnila von der eigenen blauen Linie mit einem „Empty-Netter“ in der letzten Spielminute zum 4:2 Endergebnis besiegelt. Ehrenmann!

Zwei hart umkämpfte, faire Spiele. Jetzt kommen drei Wochenenden mit jeweils nur einer Partie: Auswärts in Duisburg sowie zuhause gegen Bremerhaven und Essen. Platz 4 ist weiterhin drin.

Statistik der beiden Spiele:

Tore: Nikolas Junnila (3), Nicolas Elgas (2), Jannik Kaus und Jonas Muthig (je 1)

Strafminuten: Löwen Frankfurt 18, Crocodiles im FTV HH 12