Unsere Nachwuchsspielerin Martina Schrick war von Donnerstag bis Sonntag vom DEB zur U16 Nationalmannschaft nach Selb eingeladen. Am Donnerstag und am Freitag wurde trainiert, Samstag und Sonntag gab jeweils ein Spiel gegen die U16 aus Tschechien.

Wer dachte, dass es am Donnerstag und Freitag nur ein leichtes Training gäbe, hatte sich getäuscht. Intensiv wurden Spielzüge einstudiert und die Mädels mussten ihre technischen Fähigkeiten bei den “Skills für Olympia”, eine Reihe von verschiedenen Übungen, unter Beweis stellen. Die “Skills für Olympia” sind eine notwendige Voraussetzung für die Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen, die im Januar 2020 in Lausanne stattfinden.

Am Samstag wurde es dann richtig ernst, das erste Länderspiel stand an. Eine gewisse Aufregung war, speziell bei den “Neuen” im Team, nicht zu verhehlen.

„Beim Aufwärmen war ich so aufgeregt, ich habe keinen Puck richtig auf die Kelle bekommen, da die einfach zu sehr gezittert hat. Das emotionale Highlight vor dem Spiel war mit Sicherheit das Abspielen der deutschen Nationalhymne vor den Fahnen Deutschlands und Tschechiens, Arm in Arm mit den Teamkolleginnen und alle mit dem Bundesadler auf der Brust," so Martina.

Nach dem ersten Wechsel war jegliche Aufregung verflogen und die deutschen Mädels machten ihre Sache richtig gut. Speziell in der Defensive wurde gut gearbeitet und dem übermächtig scheinenden Gegner Kopfzerbrechen bereitet. Martina konnte sich gut durchsetzen und spielte ab dem zweiten Drittel in fast jeder Unterzahlformation. 

Am Ende stand es nach großem Kampf gegen die übermächtigen Tschechinnen, immerhin Weltranglisten Sechster, 0:2. Viele Zuschauer hatten mit mehr Gegentoren gerechnet. Sonntag war das Spiel des Vortages wohl noch deutlich in den Beinen zu spüren und die Tschechinnen hatten sich warm gelaufen. Nach 60 Minuten hieß es 0:4, aber auf diese beiden Spielen lässt sich für den DEB in Zukunft aufbauen. 

Martina: "Das war eine großartige Erfahrung für mich. Das Training und die beiden Spiele haben riesig Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Besonders beeindruckt hat mich der mannschaftliche Zusammenhalt und die persönliche Unterstützung - auch off ice - durch die erfahrenen Spielerinnen. Ich danke den Löwen Frankfurt und meinem Trainer, dass sie mir durch die gute und intensive Ausbildung den Sprung in die Nationalmannschaft ermöglicht haben. Ich bin stolz auf meine Löwen Frankfurt und werde weiter alles für sie geben.“